Presseberichte aus Tageszeitungen oder Texte von unserem Vorstandsmitglied Margareta Köllinger 

Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung und Vorstandswahl 2016

Pressemitteilung zur Aktion am Marktplatz zur Fairen Woche 2016

Fair, lecker, bunt: Fairer Handel wirkt

Auf reges Interesse der Passanten stieß die Aktion des Amberger Eine-Welt-Ladens und der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Amberg

auf dem Bauernmarkt zur Eröffnung der Fairen Woche. Am Verkaufs- und Informationsstand mit einem auch farblich attraktiven Sortiment aus Fairem Handel

nutzten viele die Gelegenheit, rote und blaue Kartoffelchips aus Peru zu verkosten oder bunte Filzprodukte aus Nepal zu erwerben.

Plakate und Broschüren zum Mitnehmen informierten über die jeweiligen Projekte und die positiven Wirkungen des Fairen Handels

für die Projektpartner. So macht beispielsweise  die Vermarktung der Bio-Chips durch den Fairen Handel den Anbau für die Kleinbauern

wieder rentabel und verhindert unter anderem das Problem der Landflucht. Uraltes Wissen und Sortenvielfalt bleiben gewahrt,

die Diskriminierung der Frauen geht zurück. Gerechte Löhne verbessern den Lebensalltag der beteiligten Familien und

ermöglichen kleine Errungenschaften des täglichen Lebens wie sanitäre Anlagen in den Häusern, aber auch die schulische Bildung

der Kinder und die medizinische Versorgung der Landbevölkerung.

Ein Team des jungen Amberger Modelabels „I am free“ nutzte den Marktstand, um öko-faire Kleidungsstücke aus ihrem Sortiment vorzustellen

und zu verkaufen, die ansonsten über das Internet erhältlich sind. Meistergoldschmied Sebastian von der Recke informierte über faires Gold.

Auch Bürgermeisterin Brigitte Netta beteiligte sich an der Aktion und warb für faires Einkaufen.

Im Eine-Welt-Laden sind Broschüren, Rezepthefte und Produktproben noch bis zum Ende der Fairen Woche am 30. September erhältlich.





Pressemitteilung zur Fairen Woche 2016


Faire Woche 2016 zeigt Wirkungen des Fairen Handels

Aktionswoche vom 16. bis 30. September lockt mit über 2.000 Aktionen


Vom 16. bis 30. September haben Verbraucherinnen und Verbraucher bei über 2.000 Veranstaltungen wieder Gelegenheit, den Fairen Handel hautnah zu erleben. Weltläden, Aktionsgruppen, Schulen, kirchliche Initiativen, Supermärkte, Gastronomiebetriebe und viele weitere Akteure laden mit mehr als 2.000 Veranstaltungen ein, die Vielfalt fair gehandelter Produkte kennen zu lernen und zu genießen. Unter dem Motto „Fairer Handel wirkt!“ bieten sie einen Blick hinter die Produkte auf die Menschen, die Kaffee, Textilien und Schmuck herstellen. Auch der Eine-Welt-Laden in Amberg macht mit.


In diesem Jahr stellen die Veranstalter der Fairen Woche – das Forum Fairer Handel in Kooperation mit Weltladen-Dachverband und TransFair – die vielfältigen Wirkungen des Fairen Handels in den Mittelpunkt der Aktionswoche. So trägt der Faire Handel für rund 2,5 Mio. Produ­zent/innen und ihre Familien zu menschenwürdigen Lebens- und Arbeitsbedin­gungen bei und schafft Perspektiven. Gegenüber der Politik und der Wirtschaft sendet er ein starkes Signal, dass Handelsregeln gerechter gestaltet wer­den können, wenn Mensch und Natur ins Zentrum des Handelns gerückt werden. In Deutschland schafft der Faire Handel ein Bewusstsein für die Auswirkungen der Globalisierung, und zahlreiche Menschen nutzen die Möglichkeiten, sich im Fairen Handel politisch und/oder zivilgesellschaftlich zu engagieren. Viele Städte verpflichten sich mit dem Erwerb des Titels „Fairtrade-Stadt“ in besonderer Weise zu fairer und nachhaltiger Beschaffung – seit 2015 gehört auch Amberg dazu.


Die Vielfalt des Fairen Handels ist groß - fair gehandelte Lebensmittel finden Verbraucherinnen und Verbraucher mittlerweile in mehr als 42.000 Supermärkten, Naturkostläden und Bäckereien. Die bundesweit rund 800 Weltläden, die Fachgeschäfte des Fairen Handels, bieten darüber hinaus ein breites Sortiment an Schmuck, Textilien und weiteren Handwerksartikeln. Über 20.000 Cafés, Restaurants und Kantinen verwöhnen ihre Kundschaft mit Getränken und kleinen Snacks aus Fairem Handel. Eine aktuelle Studie, die zur Fairen Woche veröffentlicht wurde, belegt die großen Wirkungen, die der Faire Handel auch in Deutschland erzielt. So ist der Faire Handel heute in vielen gesellschaftlichen Bereichen deutlich präsenter als noch vor einigen Jahren – im Bildungsbereich, in den Medien und natürlich beim täglichen Einkauf. Auch auf politische Weichenstellungen konnte der Faire Handel einwirken, z. B. in Bezug auf die Regelungen zum öffentlichen Beschaffungswesen.


Der Amberger Eine-Welt-Laden beteiligt sich am 16.9. mit einem Verkaufs- und Informationsstand auf dem Bauernmarkt an der Fairen Woche. Exemplarisch für die positiven Wirkungen des Fairen Handels werden zwei Projekte und ihre Produkte vorgestellt: Aus dem Hochland Perus kommen Kartoffelchips aus traditionellen Kartoffelsorten, die auch verkostet werden können, aus Nepal bunte Filz-Artikel. Außerdem gibt es einen Stand mit Fairer Kleidung. Eingebunden ist diese Aktion in eine „Faire Meile“ durch Amberg, bei der die Gastronomiebetriebe BioOrganic56, Café Zentral und Robert´s sowie die Meistergoldschmiede S. von der Recke ein faires Produkt in den Mittelpunkt stellen.

Während des gesamten Aktionszeitraumes gibt es im Eine-Welt-Laden am Paulanerplatz Produktproben sowie Rezepthefte und Informationsbroschüren zum Mitnehmen.


Informationen zur Fairen Woche, ein Veranstaltungskalender sowie Einkaufsmöglichkeiten für fair gehandelte Produkte sind unter www.fairewoche.de abrufbar.

Ein großartiger Erfolg:


Ein Jahr nach dem Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen
Eine-Welt-Laden Amberg engagiert sich für Taifunopfer


Mit einer Spende von 1.000 EUR beteiligt sich der Eine-Welt-Laden Amberg am Aufbau einer Zuckerrohrmühle für die Opfer der Naturkatastrophe vom 7.11.2013 auf den Philippinen. Bis zu 500 Kleinbauernfamilien auf der Insel Panay, die durch den Taifun Haiyan vor einem Jahr alles verloren haben, soll eine dauerhafte Lebensgrundlage durch regelmäßige, erhöhte Einkommen aus dem Fairen Handel mit „Mascobado“-Vollrohrzucker ermöglicht werden.

In der Region Capiz, im Norden der philippinischen Insel Panay wurden am 7. November 2013 innerhalb weniger Stunden 80% der Gebäude zerstört, Felder verwüstet und Straßen weggespült. Die lokale Fairhandelsorganisation „Panay Fair Trade Center“ (PFTC) organisierte und leistete in den darauf folgenden Wochen und Monaten beeindruckende Soforthilfe, die tausende Menschen vor noch Schlimmerem bewahrte. Finanziert wurden die zahlreichen Hilfseinsätze vor allem durch Spenden von Weltläden und deren Kunden.
Schnell wurde den Verantwortlichen klar, dass neben der kurzfristigen Hilfe ein weitergehendes Engagement notwendig ist, um den verarmten Menschen auf Panay aus ihrer misslichen Lage helfen zu können. In zahlreichen Versammlungen mit den Kleinproduzenten von Zuckerrohr wurde die Idee einer eigenen Verarbeitungsanlage für Rohrzucker immer weiter vorangetrieben. Nur so könnten die betroffenen Produzenten in der Region an der Wertschöpfung ihres Zuckerrohrs – das sie bislang zu Niedrigstpreisen an kommerzielle Aufkäufer abliefern - teilhaben.
Als Konsequenz aus diesen Gesprächen mit den Kleinbauern vor Ort wurde im August 2014 das Projekt „100 x 1000“ ins Leben gerufen, an dem sich auch der Amberger Eine-Welt-Laden beteiligt. Ziel ist es, bis Jahresende 100 Weltläden zu finden, die jeweils 1.000,- EUR in den Aufbau dieser geplanten neuen Zuckerrohrmühle investieren.
Ein Grundstück wurde bereits erworben, die Bestellung der ersten Verarbeitungsmaschinen in Auftrag gegeben und die Bauarbeiten für die Verarbeitungshalle sollen noch 2014 beginnen.

„Durch den Verkauf von Bio-Mascobado-Vollrohrzucker und anderen Produkten haben wir seit Jahren eine Beziehung zu den Menschen dort“ sagt Dr. Helmut Kollhoff, Vorsitzender des Eine-Welt-Laden e.V.. “Näher an unseren Vereinszielen lassen sich Spenden kaum einsetzen. Wir haben die betroffenen Menschen nicht vergessen und investieren gezielt in eine dauerhafte Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse auf der Insel Panay“, so Dr. Kollhoff weiter.
Ein Jahr nach der Katastrophe ziehen die Hauptakteure eine optimistische Zwischenbilanz: „Mit dem Amberger Eine-Welt-Laden haben wir bereits 72 Unterstützer gefunden, und wir gehen davon aus, dass sich bis Weihnachten die benötigten 100 Förderer aus Weltläden für das Zuckermühlenprojekt engagieren werden,“ so ein Sprecher der „dwp eG Fairhandelsgenossenschaft“ in Ravensburg.

Der erste Zucker aus der neuen Zuckerrohrmühle auf Panay wird voraussichtlich im Sommer 2015 zum Kauf angeboten.